
Finnische Piloten haben die Erlaubnis erhalten, Drohnen über dem finnischen Staatsgebiet abzuschießen, gleichzeitig wurde ihnen jedoch untersagt, in Richtung Russland zu schießen, berichtet die finnische Zeitung YLE.
Die Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Drohnenerkennung haben sich nach einem Vorfall vom 29. März verstärkt, bei dem eine ukrainische Drohne, die durch russische Systeme der elektronischen Kriegsführung beeinträchtigt wurde, in finnisches Gebiet eindrang und auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Karelien abstürzte.
Nach diesem Vorfall kündigten die finnischen Streitkräfte eine Verschärfung der Luftraumkontrolle an. Neben dem stationären Radarnetz werden derzeit auch mobile Kurzstreckenradare eingesetzt, insbesondere in den südöstlichen Regionen des Landes.
Darüber hinaus haben Kampfpiloten die Erlaubnis erhalten, Drohnen abzuschießen, jedoch ist der Entscheidungsprozess streng geregelt. Zu den Einschränkungen gehört, dass das Abfeuern von Raketen in Richtung Russland verboten ist, da dies als ernsthafter Eskalationsfaktor angesehen wird.
Zu den weiteren Einschränkungen gehört, dass der Pilot zur Durchführung des Abschusses das Ziel als unbemanntes Luftfahrzeug identifizieren muss, woraufhin das Unfallrisiko bewertet wird: Eine Drohne darf nicht abgeschossen werden, wenn dadurch Schäden entstehen könnten, insbesondere in bewohnten Gebieten.
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